Der Wutbürger – Symposium zur Kritik des (anti)autoritären Charakters

15. April 2012

Der Wutbürger ist Legion. Nicht erst seit dem Jahr 2010, als derJournalist Dirk Kurbjuweit ihm seinen Namen gab, bringt er das prekäre Lebensgefühl der Postmoderne auf den Punkt.
Ob er sich nun als empörter Bahnhofsschützer in Stuttgart, Vuvuzela-Bläser am Schloss Bellevue oder Bestandteil der 99% aufstellt, ist einerlei: an der wutbürgerlichen Empörung, die doch nur seine reale Ohnmacht illustriert, kommt die Politik nicht vorbei.
In der Bundesrepublik nimmt sein schrankenlos demokratischer Geist meist die Form eines militanten Steuerzahlers an. Nicht nur bei den Debatten um den „Ehrensold“ von Altbundespräsident Wulff und ein längst beschlossenes Infrastrukturprojekt im Schwäbischen setzt er das geltende Recht gegen seine vom spontanen Aufbegehren abhängige Meinung.

Das Symposium versucht, dem (internationalen) Protest-Phänomen des Wutbürgers auf die Spur zu kommen. In drei Vorträgen wird dargelegt, welche vermeintlich antiautoritären Vorstellungen von Staat und Ökonomie seinen Rebellionen zugrunde liegen. Die entscheidende Frage wird sein: Kann, wer denkt, wütend sein?

Es sprechen:
Martin Focke (Aktionsbündnis gegen Wutbürger, Bremen)
Niklaas Machunsky (Redaktion Prodomo, Köln)
Uli Krug (Redaktion Bahamas, Berlin)

Am Samstag, den 5. Mai 2012
ab 15 Uhr
im Hörsaal 17 (Englisches Seminar, Hauptgebäude der Universität Bonn).

Der Eintritt ist kostenfrei.

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