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	<title>Gruppe Georg Elser</title>
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	<description>&#34;Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.&#34; (Theodor W. Adorno)</description>
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		<title>Der Sozialismus und die Seele des Menschen</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 22:37:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gruppegeorgelser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum ästhetischen Kommunismus des Oscar Wilde Workshop der Gruppe Georg Elser Der Schriftsteller Oscar Wilde gilt heute in erster Linie als Inbegriff des kunstsinnigen Dandy, dem das Publikum Romane wie „Das Bildnis des Dorian Gray“ und berühmte Theaterstücke wie „Bunbury“ zu verdanken hat. Völlig zu Unrecht vergessen ist jedoch sein radikaler Essay „Der Sozialismus und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=406&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/12/kinopoisk-ru-oscar-wilde-626907-w-1600.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-408" title="kinopoisk.ru-Oscar-Wilde-626907--w--1600" src="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/12/kinopoisk-ru-oscar-wilde-626907-w-1600.jpg?w=380&#038;h=285" alt="" width="380" height="285" /></a><strong>Zum ästhetischen Kommunismus des Oscar Wilde</strong></p>
<p><strong>Workshop der Gruppe Georg Elser</strong></p>
<p>Der Schriftsteller Oscar Wilde gilt heute in erster Linie als Inbegriff des kunstsinnigen Dandy, dem das Publikum Romane wie „Das Bildnis des Dorian Gray“ und berühmte Theaterstücke wie „Bunbury“ zu verdanken hat.<br />
Völlig zu Unrecht vergessen ist jedoch sein radikaler Essay „Der Sozialismus und die Seele des Menschen“, in dem er utopische Bestimmungen für eine sozialistische bzw. kommunistische Gesellschaft formuliert, deren zentrale Aufgabe es sein soll, „uns von der schmutzigen Notwendigkeit zu befreien, für andere zu leben, die momentan so schwer auf fast allen lastet.“</p>
<p>Oscar Wildes Versuch eines ästhetischen Kommunismus ist kein literarisches Gedankenspiel, sondern revolutionärer Entwurf. Pointiert wird in ihm die Würdelosigkeit des Eigentums, die Arroganz des Mitleids und der Zynismus der Sozialreform kritisiert. Anliegen dieser Sozialismuskonzeption ist, die aus der ökonomischen Notwendigkeit geborene, fatale Abhängigkeit der Menschen voneinander zu überwinden. Sie zielt auf einen Individualismus, dessen Möglichkeit er im prekären Leben des Künstlers aufscheinen sieht. Wilde gelingt es wie nur Wenigen, den Kommunismus gegen die kollektivistischen Tendenzen der Arbeiterbewegung zu bestimmen: als einen um die Vervollkommnung des Einzelnen gebildeten „Verein freier Menschen“ (Karl Marx).</p>
<p>Der Workshop möchte aufzeigen, inwiefern diese erstmals 1891 veröffentlichte Schrift es verdient, auch heute in gesellschaftskritischer Absicht gelesen zu werden. Im Mittelpunkt steht die Reflexion darüber, ob und wie „Der Sozialismus und die Seele des Menschen“ dazu beiträgt, die aktuelle kapitalistische Vergesellschaftung zu kritisieren und wo ihre Grenzen und Unwägbarkeiten liegen.<br />
<strong>Die Teilnahme am Workshop erfordert keine vorherige Anmeldung und ist kostenlos.</strong> Die Veranstaltung richtet sich an alle Menschen, die an der Kritik des Sozialismus bzw. Kommunismus interessiert sind.</p>
<p>Sehr sinnvoll, wenn auch nicht zwingend erforderlich für die Teilnahme ist es, „Der Sozialismus und die Seele des Menschen“ bereits im Vorfeld der Veranstaltung zu lesen.<br />
Der Essay ist zur Zeit in zwei Ausgaben (von Gustav Landauer und Hedwig Lachmann 1904 ins Deutsche übersetzt: Diogenes Verlag 9,90€, Books on Demand 5,40€) <a href="http://www.lesabot.de/">erhältlich</a>.<br />
Er ist zudem auch online verfügbar (<a href="http://www.besuche-oscar-wilde.de/werke/deutsch/essays/die_seele_des.htm">weniger schöne deutsche Übersetzung</a>, <a href="http://www.gutenberg.org/dirs/etext97/slman10h.htm">englische Originalausgabe</a>).</p>
<p><strong>Samstag, den 18. Februar 2012</strong><br />
<strong>14 bis 18 Uhr</strong><br />
<strong>Ulrich-Haberland-Saal</strong><br />
<strong>(Auf dem Hügel 16, Bonn-Endenich).</strong></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gruppegeorgelser.wordpress.com/406/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gruppegeorgelser.wordpress.com/406/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gruppegeorgelser.wordpress.com/406/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gruppegeorgelser.wordpress.com/406/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/gruppegeorgelser.wordpress.com/406/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/gruppegeorgelser.wordpress.com/406/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/gruppegeorgelser.wordpress.com/406/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/gruppegeorgelser.wordpress.com/406/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gruppegeorgelser.wordpress.com/406/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gruppegeorgelser.wordpress.com/406/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gruppegeorgelser.wordpress.com/406/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gruppegeorgelser.wordpress.com/406/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gruppegeorgelser.wordpress.com/406/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gruppegeorgelser.wordpress.com/406/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=406&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Yol &#8211; Der Weg</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 21:01:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gruppegeorgelser</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Öffentliche Vorführung mit einem Einleitungsreferat von Justus Wertmüller Nach dem Militärputsch in der Türkei im Herbst 1980 schaffte es ein Film, das Interesse ganz Europas auf die Zustände in diesem Land zu lenken. Es war der 1982 fertiggestellte und im gleichen Jahr mit der goldenen Palme von Cannes ausgezeichnete Film Yol von Yilmaz Güney (1937 [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=369&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/11/filmfoto.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-370" title="filmfoto" src="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/11/filmfoto.jpg?w=380&#038;h=252" alt="" width="380" height="252" /></a></strong><strong>Öffentliche Vorführung</strong><br />
mit einem Einleitungsreferat von Justus Wertmüller</p>
<p><strong></strong>Nach dem Militärputsch in der Türkei im Herbst 1980 schaffte es ein Film, das Interesse ganz Europas auf die Zustände in diesem Land zu lenken. Es war der 1982 fertiggestellte und im gleichen Jahr mit der goldenen Palme von Cannes ausgezeichnete Film Yol von Yilmaz Güney (1937 – 1984), ein Film der erstmals 1994 legal in der Türkei gezeigt werden durfte. Güney – aus politischen Gründen mehrfach in Haft und 1981 unter abenteuerlichen Bedingungen aus der Türkei geflüchtet – konzipierte den Film im Gefängnis und hat ihn später im Exil aus <strong></strong>Material zusammengestellt, das Freunde nach seinen Anweisungen teilweise klandestin in der Türkei gedreht hatten.</p>
<p><strong></strong>Yol wurde von der Linken sehr freundlich aufgenommen, jedoch mit dem Lob auch seiner Brisanz beraubt. Er wurde von der türkischen, kurdischen und europäischen linken und liberalen Öffentlichkeit in erster Linie als ein Film der Anklage gegen die Militärherrschaft gefeiert, obwohl er genau das nur zum Teil war. Die fünf Protagonisten, denen ein Hafturlaub gewährt wird und die sich in ihre im mehrheitlich kurdischen Südosten des Landes gelegenen Heimatorte aufmachen, um dort persönliche Angelegenheiten zu regeln, sind keine politischen, sondern kriminelle Gefangene. Auch ihre Erlebnisse außerhalb der Gefängnismauern haben mit politischem Widerstand gegen die Militärjunta nichts zu tun, umso mehr mit <strong></strong>jener anderen Unterdrückung, über die Freunde des Volkes gerne hinwegsehen oder als Begleiterscheinung der Armut rechtfertigen: dem ganz normalen islamischen Alltag.</p>
<p><strong></strong>Es geht um Ehebruch, Ehrenmord, Zwangsverheiratung und Frauenunterdrückung. Die Protagonisten stehen scheinbar unüberwindbaren Zwängen letztlich machtlos gegenüber und zerbrechen daran. Nicht das Gefängnis, dem sie kurzfristig entkommen sind und das sie bei einer der in der Türkei häufigen Amnestien in absehbarer Zeit als freie Männern würden verlassen können, ist ihr größtes Problem. Als das wahre Gefängnis stellt sich ihnen eine Gesellschaft dar, in der Clanstrukturen und religiös geprägte Moral jeden Versuch vereiteln, ein individuelles, in Grenzen gar sinnlich erfüllteres Leben zu entfalten.</p>
<p><strong></strong>Yilmaz Güney hat „Yol“ wie seine anderen Filme als Künstler und Revolutionär noch ganz selbstverständlich aus dem Blickwinkel des Westens gedreht. Seine Liebe zu den Menschen und der (kurdischen) Landschaft ist keine primitive Komplizenschaft mit dem Volk auf angestammtem Boden. Die Landschaft wie die Menschen erscheinen fremd und feindselig, solange ein übermächtiger, durch den Islam und die Verwandtschaftsherrschaft vermittelter Naturzwang nicht nur jede freundliche Regung erstickt, sondern die dortigen Verhältnisse als immer auswegloser erscheinen läßt.</p>
<p><strong></strong>„Yol“ ist ein kurdischer Film, der viel eindrucksvoller die notwendige und vernichtende Kritik an kurdischem Nationalismus vollzieht, als jede noch so kluge Streitschrift gegen die PKK. Yol ist die Denunziation jeden Kulturrelativismus im Namen unterdrückter Völker. Yol ist ein revolutionärer Film, weil er eine dezidiert „westliche“, sprich: universale Sehnsucht nach ein bißchen Freiheit und Glück auch für ein Land einfordert, das heute von einer islamistischen Regierung in einen noch trostloseren Zustand zurückversetzt werden soll, als Güney im Entstehungsjahr des Filmes ahnen konnte und ist schon dadurch unbedingt aktuell und sehenswert.</p>
<p><strong>Die Veranstaltung findet am Freitag, den 25. November 2011 um 20 Uhr im Hörsaal 17 des Universitäts-Hauptgebäudes (Englisches Seminar, Regina-Pacis-Weg 5, Bonn-Zentrum) statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Um Spenden wird gebeten.</strong></p>
<p>Veranstaltet von der Gruppe Georg Elser, unterstützt durch das Kulturplenum des AStA der Universität Bonn.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>WICHTIGER HINWEIS:</strong></p>
<p><strong> Gemäß § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen (u.a. die Grauen Wölfe bzw. ADÜTDF) angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, rassistische, gewaltverherrlichende oder andere menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.</strong></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gruppegeorgelser.wordpress.com/369/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gruppegeorgelser.wordpress.com/369/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gruppegeorgelser.wordpress.com/369/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gruppegeorgelser.wordpress.com/369/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/gruppegeorgelser.wordpress.com/369/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/gruppegeorgelser.wordpress.com/369/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/gruppegeorgelser.wordpress.com/369/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/gruppegeorgelser.wordpress.com/369/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gruppegeorgelser.wordpress.com/369/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gruppegeorgelser.wordpress.com/369/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gruppegeorgelser.wordpress.com/369/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gruppegeorgelser.wordpress.com/369/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gruppegeorgelser.wordpress.com/369/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gruppegeorgelser.wordpress.com/369/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=369&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Georg Elser &#8211; ein Terrorist?</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Oct 2011 17:31:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gruppegeorgelser</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Vortrag und Diskussion mit Matheus Hagedorny Johann Georg Elser brachte am 8. November 1939 eine selbstgebaute Bombe im Münchner Bürgerbräukeller zur Detonation – und verfehlte das Hauptziel Adolf Hitler nur durch Zufall. Es sollte bis in die 1960er Jahre dauern, bis der ideologische Schutt aus Verschwörungstheorien und Gerüchten über dem Attentat abgetragen war und die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=347&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;"><strong>Vortrag und Diskussion mit Matheus Hagedorny</strong></p>
<p style="text-align:left;">Johann Georg Elser brachte am 8. November 1939 eine selbstgebaute Bombe im Münchner Bürgerbräukeller zur Detonation – und verfehlte das Hauptziel Adolf Hitler nur durch Zufall. Es sollte bis in die 1960er Jahre dauern, bis der ideologische Schutt aus Verschwörungstheorien und Gerüchten über dem Attentat abgetragen war und die so simple wie ungeglaubte Tatsache der Alleintäterschaft freigelegt wurde.</p>
<p style="text-align:left;"><a href="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/10/elser_passfoto-e1318354154286.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-348" title="elser_passfoto" src="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/10/elser_passfoto-e1318354154286.jpg?w=227&#038;h=342" alt="" width="227" height="342" /></a>Es war der Kunstschreiner Elser, der 1938, im Jahr des pazifistisch gesinnten Münchner Abkommens, in einsamer Entscheidung seine „politische Beurteilungskompetenz“ (Lothar Fritze) überschritt und sich ohne jede Rückendeckung entschloss, den Nazi-Terror an seinem mythischen Ursprungsort zu terrorisieren.</p>
<p style="text-align:left;">Dieser private Krieg Elsers gegen die Naziführung denunziert zunächst die Selbststilisierung der „kleinen Leute“, die nach 1945 verbissen auf ihre Ohnmacht verweisen sollten, welche in der Summe allerdings die größten Verbrechen möglich machte. Blamiert wurde mit ihm aber auch die Pflichtverstrickung derjenigen militärischen Dissidenten, die 1939 – auf einem Höhepunkt von Hitlers Popularität – wohl „umstandslos geputscht [hätten], wenn der Führer es ihnen befohlen hätte“ (Eike Geisel).</p>
<p style="text-align:left;">Der „Bürgerbräu-Attentäter“ sah sich einer nationalsozialistischen Volksgemeinschaft gegenüber, die anders als herkömmliche Diktaturen den „Gehorsam ohne Befehl“ (Clemens Nachtmann) kultivierte. Elser wusste sehr genau, dass selbst die Tötung der im Bürgerbräukeller versammelten Parteielite den Nationalsozialismus nicht hätte beseitigen können. Präzise wie nur Wenige begriff Elser, was unbedingt zu tun war und dass es doch wohl kaum etwas gegen die Tendenz einer sich barbarisch auflösenden deutschen Gesellschaft ausgerichtet hätte.</p>
<p style="text-align:left;">Der Vortrag möchte die daraus erwachsene Einsamkeit des „fähigsten Hitlergegners“ (Hellmut G. Haasis) auf den Begriff bringen und sich dabei die Frage vorlegen, ob Elser überhaupt in eine Typologie des Terroristen, Partisanen oder Guerillero integrierbar ist, für die jeweils ein gewisser gesellschaftlicher Rückhalt vorausgesetzt wird, um ihn vom gewalttätigen Einzeltäter zu unterscheiden. Es geht letztlich um die Frage, unter welchen Bedingungen (politische) Gewalt nicht nur legitim, sondern geboten ist und warum praktische Vernunft spätestens seit dem deutschen Vernichtungskrieg mit dem Pazifismus unvereinbar geworden ist.</p>
<p style="text-align:left;"><em>Matheus Hagedorny ist Referent für politische Bildung des AStA der Universität Bonn.</em></p>
<p style="text-align:left;"><strong>Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 08.11.2011 im Hörsaal 3 des Hauptgebäudes der Universität Bonn statt.</strong></p>
<p style="text-align:left;">Veranstaltet vom Referat für politische Bildung des AStA der Universität Bonn, unterstützt von der Gruppe Georg Elser, im Rahmen der Reihe <a href="http://www.terrorreihe.wordpress.com">&#8222;Terror &#8211; Zur Kritik der politischen Gewalt&#8220;</a>.</p>
<p style="text-align:left;">Der Eintritt ist kostenfrei.</p>
<p style="text-align:left;">Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich mit der Aufzeichnung und Verbreitung von Film-, Foto- und Audioaufnahmen der Veranstaltung einverstanden.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gruppegeorgelser.wordpress.com/347/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gruppegeorgelser.wordpress.com/347/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gruppegeorgelser.wordpress.com/347/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gruppegeorgelser.wordpress.com/347/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/gruppegeorgelser.wordpress.com/347/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/gruppegeorgelser.wordpress.com/347/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/gruppegeorgelser.wordpress.com/347/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/gruppegeorgelser.wordpress.com/347/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gruppegeorgelser.wordpress.com/347/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gruppegeorgelser.wordpress.com/347/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gruppegeorgelser.wordpress.com/347/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gruppegeorgelser.wordpress.com/347/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gruppegeorgelser.wordpress.com/347/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gruppegeorgelser.wordpress.com/347/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=347&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der beste Pazifismus des Jahres</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 21:41:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gruppegeorgelser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schriften]]></category>

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		<description><![CDATA[Über den Aachener Frieden &#8222;von unten&#8220; und die Berliner Republik* Was haben die Stadt Aachen, der regionale Deutsche Gewerkschaftsbund, die katholischen Organisationen Misereor und Missio, der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen, der evangelische Kirchenkreis, zahlreiche weitere kirchliche Organisationen, der SPD-Unterbezirk, der Kreisvorstand der Grünen sowie Die Linke in der Städteregion Aachen gemeinsam? Sie alle [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=334&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:left;"><strong>Über den Aachener Frieden &#8222;von unten&#8220; und die Berliner Republik</strong>*</p>
<p style="text-align:left;">Was haben die Stadt Aachen, der regionale Deutsche Gewerkschaftsbund, die katholischen Organisationen Misereor und Missio, der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen, der evangelische Kirchenkreis, zahlreiche weitere kirchliche Organisationen, der SPD-Unterbezirk, der Kreisvorstand der Grünen sowie Die Linke in der Städteregion Aachen gemeinsam?</p>
<p style="text-align:left;">Sie alle sind Mitglieder der „Bürgerinitiative des Aachener Friedenspreises“, einer der international anerkannten Institutionen des Friedens „von unten“. Bekannt gegeben werden die Gewinner des Preises am 8. Mai, an dem sich die Beendigung eines Krieges jährt, mit dem der Frieden in Deutschland „von oben“ herbei bombardiert werden musste. Wohl aus der Ahnung heraus, mit dem Gezänk um Abfallordnungen, Flächentarifverträge und Seelsorgeeinheiten der Agonie des „sozialen Friedens“ zu verfallen, bastelt die friedensbewegte „Bürgerinitiative“ seit 1988 alljährlich ihr eigenes internationales Parkett und prämiert den besten Pazifismus des Jahres. Denn welche Formel vermag es in Deutschland sonst, den Parteienstreit stillzulegen und den gottlosen Linken mit dem katholischen Pfaffen auf ein mondänes Ziel zu vereidigen? Allein der Frieden macht es möglich, doch die <a href="http://www.aachener-friedenspreis.de/wir-ueber-uns/gruendungserklaerung.html">Gründungserklärung des AFP</a> warnt zugleich vor allzu hohen Erwartungen:</p>
<p style="text-align:left;">&#8222;Allerdings ist der Wunsch nach immerwährender Harmonie eine Illusion: Zu unterschiedlich sind die Interessen und Überzeugungen, und zwar nicht nur zwischen den einzelnen Gruppen und Völkern, sondern auch zwischen den Menschen ungleichen Alters, Geschlechts und verschiedener Teilhabe an Besitz und Macht.&#8220;<br />
Wage also keiner, sich Frieden als einen Zustand der Versöhnung zwischen selbst bestimmten Individuen vorzustellen. Denn nicht nur in Aachen weiß man um die naturgegebene Ewigkeit einer Welt, in der sich „Völker“, Gruppen, Interessen, Geschlechter, und Teilhaber an Besitz und Macht spinnefeind gegenüberstehen. Gegen Elend, Tod und Krieg sei vielmehr „die Kultur des Streites und der Diskussion zu erlernen“ und die auch „mit Andersdenkenden, selbst wenn diese vorhandene Normen ändern wollen.“</p>
<p style="text-align:left;"><strong>Weltfrieden versus Israel</strong></p>
<p style="text-align:left;">Auf solcher Grundlage haben die Israelis keine Chance, den in Aachen ersehnten Frieden lebend zu erreichen. Weder will Israel eine „Kultur des Streites“ mit den Judenmördern der Hamas „erlernen“, „selbst wenn diese vorhandene Normen ändern wollen“, noch will es den über jüdische Selbstbestimmung „Andersdenkenden“ ein mittlerweile in der vierten Generation weitervererbtes „Recht auf Rückkehr“ gewähren. Israel ist mit seinem Beharren darauf, ein jüdischer Staat zu sein und seine Souveränität unnachgiebig gegen seine Feinde zu verteidigen, geradezu der Antipode des Friedens, ob nun „von unten“ oder „von oben“. Schließlich teilt man nicht nur in Aachen, sondern in ganz Deutschland die klassenversöhnende, sich offenbar von selbst verstehende Gewissheit, dass der Zwergstaat am Mittelmeer die größte Bedrohung des Weltfriedens ist.</p>
<p style="text-align:left;">So nimmt es nicht Wunder, dass den Exponenten der „Israelkritik“ überproportional viele Ehrungen zuteil geworden sind. Dabei achtete man jedoch stets darauf, der Pluralität der Weltanschauungen gerecht zu werden:<br />
Der 2008 ausgezeichnete palästinensische Christ Mitri Racheb erklärte die israelische Besatzung friedenspfaffenkonform zur „Sünde vor Gott“ und unterstellte dem Bau der israelischen Sperranlagen, einen Genozid an den Palästinensern zu verursachen [].<br />
Für den linken Flügel steuert Uri Avnery, israelischer Preisträger aus dem Jahr 1997, wertvolle Tipps gegen die in der Gründungserklärung des AFP befürchtete „Verwischung sozialer, politischer und kultureller Gegensätze“ bei. Zur Ermordung vermeintlicher palästinensischer „Kollaborateure“ mit Israel äußerte er: „Wer seine Kameraden an eine feindliche Besatzung ausliefert, ist nach den Spielregeln militärischer Verbände, zumal im Untergrund, ein Verräter und wird umgebracht [] (vgl. konkret 06/2002, S.3).</p>
<p style="text-align:left;"><strong>Das „Dritte Reich“ in Farbe</strong></p>
<p style="text-align:left;">Diese Preisträger etwa gelten der deutschen Öffentlichkeit in keiner Weise verdächtig, dem antisemitischen Ressentiment gegen den jüdischen Staat Gewicht zu geben. Auch der 2002 prämierte Bernhard Nolz, welcher als PR-Aktion für die weiterhin laufende „Nakba-Ausstellung“ den Davidstern der israelischen Flagge durch ein Hakenkreuz ersetzte, kam ebenso wie die entsprechende geschichtsrevisionistische Ausstellung ohne einen „Aufstand der Anständigen“ (Gerhard Schröder) davon.</p>
<p style="text-align:left;">Erst der notorische Walter Hermann, dessen antiisraelische Kölner „Klagemauer“ auf der Domplatte mittlerweile zum international berüchtigten Lokalkolorit geworden ist, sorgte für Irritationen. In seiner „Dauerdemonstration“ zeigte der Preisträger von 1998 eine Karikatur, die als nachkolorierte Judenhetze des „Dritten Reiches“ durchgehen würde, wenn man nicht wüsste, dass sie arabischen Ursprungs ist. Es folgte eine so öffentlichkeitswirksame wie wirkungslose Strafanzeige wegen Volksverhetzung, die um eine bis auf die Linkspartei einhellige, aber ebenfalls wirkungslose Verurteilung der „Botschaft des Hasses“ durch die Kölner Ratsfraktionen ergänzt wurde. Als der altersstarrsinnige Judenhasser, der er ist, hatte Herrmann weder begriffen, dass die „Friedensmacht Deutschland“ (Alfred Mechtersheimer) den Rückgriff auf völkische Ideologie inzwischen verwirft, noch, dass der Antisemitismus längst in der „vornehmsten deutschen Diskurseigenschaft“ (Justus Wertmüller) namens „Israelkritik“ aufgehoben ist. Wohl das Einzige, das ihn bis heute davor bewahrt hat, als antisemitisches Auslaufmodell der Domplatte verwiesen zu werden, ist jedoch seine Auszeichnung durch den politisch protektionierten Aachener Friedenspreis.</p>
<p style="text-align:left;">Die Patrone des Aachener Friedenspreises sind aber als Ideologen selbst bislang zu unflexibel, um ihre Ausdrucksformen diesbezüglich zu ändern. Herrmanns Antisemitismus wurde auch auf der jüngsten außerordentlichen Mitgliederversammlung im Juli 2011 nicht verurteilt, der Vorsitzende Karl-Heinz Otten <a href="//www.schattenblick.de/infopool/buerger/fakten/bfaa0073.html)">bekräftigte sogar seine Solidarität mit dem „Künstler“</a>.</p>
<p style="text-align:left;">Einer, der sich nicht vorwerfen lassen wollte, untätig geblieben zu sein, ist der langjährige Vorsitzende des Friedenspreises Ottmar Steinbicker. Er weiß, was auf dem Spiel steht: das politisch schwergewichtige Aachener Friedenskartell müsse sich von Walter Herrmann „klar und deutlich abgrenzen, um sich die Kritikfähigkeit an der israelischen Politik zu erhalten“, und wie jedem Antizionisten gilt seine Sorge jenen ungenannten Kräften, die „eine ernsthafte Debatte über israelische Kriegsverbrechen in Gaza verhindern <a href="http://www.an-online.de/artikel/1220605">und durch eine Debatte über Antisemitismus ersetzen wollen“</a>.<br />
Es waren die israelischen Preisträgerinnen Gila Svirsky und Roni Hammermann, die Steinbicker im Zuge der Affäre Hermann bescheinigen mussten, dass dieser <a href="http://www.hagalil.com/archiv/2011/08/08/aachener-friedenspreis/">„rohen Antisemitismus“</a> verbreitet.  An der Funktion von Juden hat sich also auch für den gescheiterten Reformer Steinbicker im Prinzip nichts geändert: sie verbleiben in der Rolle des jüdischen Beweismaterials für den deutschen Pazifismus, nur dass sie neuerdings als Kronzeugen <em>gegen</em> den Antisemitismus in Stellung gebracht werden.</p>
<p style="text-align:left;"><strong>Ist der Aachener Friedenspreis noch zu retten?</strong></p>
<p style="text-align:left;">Die aktuellen Preisträger, die Informationsstelle Militarisierung mit ihrem Übervater, dem Linkspolitiker Tobias Pflüger, und der Rüstungskritiker Jürgen Grässlin erscheinen nur für einen flüchtigen Blick als der Versuch einer Kurskorrektur. <a href="http://prekaer.info/index.php/debatte/interview/8044-tobias-pflueger-rich-erklaere-mich-solidarischl-mit-der-free-gaza-flottille.html">Pflüger weigert sich</a>, die <a href="http://die-linke.de/nc/dielinke/nachrichten/detail/artikel/entschieden-gegen-antisemitismus">&#8222;Entschieden gegen Antisemitismus&#8220;</a> benannten Beschlüsse der Bundestagsfraktion der Linken zu respektieren. Das von Grässlin unterstützte Rüstungsinformationsbüro <a href="http://www.juergengraesslin.com/index.php?seite=rib.htm">agitiert gegen die Lieferung von Waffen an Israel</a>. Mit diesen vermeintlich über jeden Zweifel erhabenen Antimilitaristen wurden besorgte Medien und Politik erfolgreich beschwichtigt, die interne Antisemitismusdebatte in einen Workshop outgesourct. Die mediale und politische Öffentlichkeit stört sich also nicht prinzipiell am Anliegen, Israel international zu isolieren oder gar als antizionistische Armada seine Selbstverteidigung militant anzugreifen. Es ist ihr erst unangenehm, wenn sich linke Israelfeinde aus Deutschland <a href="http://lizaswelt.net/2010/06/07/im-dialog-mit-pax-christi/">nachweislich mit allzu sehr diskreditierten Islamisten, Faschisten und anderen Märtyrern</a> in einem Boot wieder finden, wie es drei nicht mehr ganz so junge Pioniere der Linkspartei mit der Mavi Marmara im Mai 2010 vorgelebt haben.</p>
<p style="text-align:left;">Aus dem Schiffbruch des Aachener Friedenspreises versuchen sich derzeit einige Mitglieder aus denjenigen Parteien zu lavieren, die ihre „Israelkritik“ für ihre jeweiligen Zwecke neu justieren wollen: den Grünen und der Linkspartei. Die Grünen wollen auf ihrem Weg zur Volkspartei nicht über solch eine heikle Provinzposse stolpern, während die Linken einen Schlussstrich unter die Antisemitismusvorwürfe ziehen wollen, die ihrem Profil als staatstragende Systemopposition links der NPD nicht nur dienlich sind. In Zeiten, wo sich die parteipolitische „Israelkritik“ wie<a href="http://lizaswelt.net/2010/07/05/volksgemeinschaft-gegen-israel/"> jene einstimmige Resolution des deutschen Bundestags</a> ausnimmt, die Israel in einer gefährlichen Umarmung den besten Weg seiner Selbstverteidigung dekretieren will, bedroht die Apologie des Antisemitismus den moralischen Kredit des Aachener Friedenspreises, glaubwürdig über Israel zu richten.</p>
<p style="text-align:left;">Der Aachener Friedenspreis, der wie wohl keine andere Pazifistenprämie mit einem parteipolitischen Milieu verbacken ist, droht bei weiteren Absetzbewegungen der Parteipolitiker zu einem obskuren und versprengten Rest der deutschen Friedensbewegung zusammenzuschrumpfen, die ihren Beitrag für die pazifistisch gesinnte „Wiedergutwerdung der Deutschen“ (Eike Geisel) geleistet hat. Als tauglich für die Rettung der Glaubwürdigkeit könnten sich möglicherweise die <a href="http://lizaswelt.net/2011/08/30/in-bester-gesellschaft/">als „kühne Hoffnung“ drapierten Verbesserungsvorschläge</a> der linken &#8222;Assoziation gegen Antisemitismus und Israelfeindschaft NRW&#8220; erweisen, um der Ausgewogenheit willen doch mal einen &#8222;dissidenten Palästinenser&#8220; oder vielleicht sogar eine „Organisation, die den in Deutschland zunehmenden Antisemitismus bekämpft“ wie sie selbst auszuzeichnen.</p>
<p style="text-align:justify;">&#8212;</p>
<p style="text-align:left;">* veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors und Mitglieds der Gruppe Georg Elser, Matheus Hagedorny. Korrigierte und ergänzte Fassung des anlässlich der Verleihung des Aachener Friedenspreises am 1. September bei der &#8222;Achse des Guten&#8220; erschienenen Beitrags <a href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/frieden_von_ganz_unten/">&#8222;Frieden von ganz unten&#8220;</a>.</p>
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		<title>Der Verbindung Untertan &#8211; Reader zur Kritik der studentischen Korporationen erschienen</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Aug 2011 19:11:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gruppegeorgelser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schriften]]></category>

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		<description><![CDATA[„Ihm war, wenn es spät ward, als schwitze er mit ihnen allen aus demselben Körper. Er war untergegangen in der Korporation, die für ihn dachte und wollte. Und er war ein Mann, durfte sich selbst hochachten und hatte eine Ehre, weil er dazugehörte! Ihn herausreißen, ihm einzeln etwas anhaben, das konnte keiner!“ (aus: Heinrich Mann [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=301&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="color:#000000;">„<span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><em><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Ihm war, wenn es spät ward, als schwitze er mit ihnen allen aus demselben Körper. Er war untergegangen in der Korporation, die für ihn dachte und wollte. Und er war ein Mann, durfte sich selbst hochachten und hatte eine Ehre, weil er dazugehörte! Ihn herausreißen, ihm einzeln etwas anhaben, das konnte keiner!“ </span></span></em></span></span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><em><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">(aus: Heinrich Mann &#8211; Der Untertan, 1914)</span></span></em></span></span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><em>The revival of other student organizations (especially Verbindungen, Burschenschaften, Korporationen, and their Altherrenbuende) of a nationalistic, reactionary or para-military character will not be permitted.</em></span></span></span></span></span></span></span></span></p>
<p align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><em>(aus: „Military Organization Regulations“ der US-Armee in Deutschland, 1947)</em></span></span></span></span></span></span></span></span></p>
<p style="text-align:center;" align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;"><a href="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/08/suevia_iv_v_rhenania_1836.jpg"><img class="size-full wp-image-322 aligncenter" title="Suevia_(IV)_v_Rhenania_1836" src="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/08/suevia_iv_v_rhenania_1836.jpg?w=380" alt=""   /></a></span></span></span></span></span></span></span></span></p>
<p style="text-align:left;" align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Wer heute an der B</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">onner Universität studiert, wird früher </span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">oder später mit dem Auftre­ten einiger merkwürdiger Kleiderordnungen, Sitten und Gebräuch</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">e k</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">onfrontiert wer­den. Mehrfarbige </span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Bänder über dem Studentenhemd, uniformierte Abteilungen vor dem Bonner Münster, das vollständig intonierte Deutschlandlied oder stolz vorgezeigte, durch Schnittwunden entst</span></span></span></span></span></span></span></span></p>
<p style="text-align:left;" align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">ellte Gesichter zeugen von dem mannigfaltig</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">en Willen vieler tradi­tio</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">nsbewusster Studierender, ihre Gemeinschafts- bzw. Leidensfähigkeit zu erkennen zu geben. Es sind dies äußere Erkennungszeichen von Korporationen, dem Sammelbegriff für die mannigfaltigen studentischen Verbi</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">ndungen, Korps, Burschen- und Landsmann­schaften, Turner- und Sängervereinigungen. Seit dem frühen 19. Jahrhundert prägen Kor­porationen das deutsche Hochschulwesen, und auch wenn ihr Einfluss auf die Geschicke des Bildungsbürgertums seit den 1970er Jahren nachlässt, ist ein Niedergang der traditio­nalistischen Lebensbünde nicht in Sicht.</span></span></span></span></span></span></span></span></p>
<p style="text-align:left;" align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">In der (studenti</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">schen) Öf</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">fentlic</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">hkeit wird das Verbindungswesen nicht zuletzt mit dem Milieu des rechten Rands assoziiert. Tatsächlich war es die in der B</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">onner Südstadt ansäs­sige Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks, die als Vorsitzende der großdeutsch bzw. </span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">völkisch orientierten Strömung Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG) in der Deutschen Burschenschaft (DB) den Eklat auf dem Eisenacher Burschentag im Juni 2011 auslös­te. So wollten die Raczeks eine Burschenschaft, die einen Deutschen mit chinesischen Vorfahren in ihre Reihen aufgenommen hatte, aus der Deutschen Burschenschaft (DB) entfernen. Die Begründung liest sic</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">h so: „Es ist nicht ausreichend, dass der genannte Verbandsbruder sich subjektiv dem deutschen Volke zugehörig fühlt. Besonders </span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">in Zeiten fortschreitender Überfremdung ist es nicht hinnehmbar, dass Menschen, welche nicht von deutschem Stam</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">me sind, in d</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">ie Deutsche Burschenschaft aufgenommen werden.“</span></span></span></span></span></span></span></span></p>
<p style="text-align:left;" align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Mit der Veröffentli</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">chung in</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">terner Dokumente der Deutschen Burschenschaft (DB) im Juli 2011 wurde schlagend bewiesen, dass die Organisation des rund 1</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">0.000 Herren umfassenden Verbands längst nicht mehr gegen die völkische Ideologen der BG </span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">funktionieren kann. Insofern basierte das Misstrauen, das die eingangs zitierten amerikanischen Befreier gegenüber den neuerlichen Korpora</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">tion</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">sgründungen nach 1945 hegten, auf einen leider bis heute lebendigen Zweig der Verbindungsszene. </span></span></span></span></span></span></span></span></p>
<p style="text-align:left;" align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Gleichwohl ist es ein entscheidender und keinesfalls zu unterschlagender Unterschied, ob die musizierende, gemischtgeschlechtliche Hausg</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">emeinschaft (wie im Sondershäuserver­band), die römisch-katholische Weltkirche (z.B. Cartellverband) oder di</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">e deutschnationale Blutsbande (Deutsche Burschenschaft) den Bezugsrahmen der jeweiligen Korporation bildet. Zudem sind manche Lebensbünde seit den 1970er Jahren keine reinen Herren­riegen mehr. Reine Frauenverbindungen wiederum sind eine </span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Minderheit innerhalb dieser weiblichen Minderheit geblieben, die als Ausnahme jedoch die Regel bestätigt. </span></span></span></span></span></span></span></span></p>
<p style="text-align:left;" align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Es ist an den K</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">orporationen,</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;"> das Bild des exklusiven und anachronistischen Männerbun­des tatkräftig zu korrigieren. Wie groß der Unterschied zwischen vö</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">lkisch-nationalistischer und liberal-universalistischer Ideologie, zwischen Frauenverachtung und Gleichberechtigung ist, hän</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">gt letztlich immer von der Bereitschaft der einzelnen Korporierten ab, die Entscheidung für die Verbindung zu reflektieren. Diese Broschüre liefert daher Material zur (Selbst-)Kritik des Individuums, welches aus freien Stücken „mit allen aus demselben Körper schwitzen“ (Heinrich Mann), also seine Individualität einer vermeintlich unauflöslichen und lebenslänglichen Gem</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">ein</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">schaft hingeben will.</span></span></span></span></span></span></span></span></p>
<p style="text-align:left;" align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Die neue Broschüre „De</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">r Verbindung Untertan“ hat im Gegensatz zur vorherigen Auf­lage keine bonnspezifische und auf Tagesaktualität fokussierte Ausrichtung. Sie ist eine Handreichung an alle Interessierten, die einen allgemeinen Begriff des Korporationswe­sen entwickeln wollen. Deswegen bildet die Arbeit „Korporierte Weltbilder und Prinzi­pien“ von Dietrich Heither das Zentrum dieses Readers und wird von einem Interview mit der Politologin Alexandra Kurth ergänzt, die zur aktuellen Krise in der Deutschen Burschenschaft (DB) und ihrem Verhältnis zu völkischen Tendenzen Stellung nimmt. Der Glossar erläutert abschließend in kn</span></span></span></span></span></span></span></span><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">apper Form den eigentümlichen Jargon des Verbindungsmilieus.</span></span></span></span></span></span></span></span></p>
<p style="text-align:left;" align="JUSTIFY"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:'Times New Roman',serif;"><span style="font-size:small;"><span style="color:#000000;"><span style="font-family:Garamond,Garamond,serif;"><span style="font-size:x-small;"><span style="font-family:Arial,sans-serif;"><span style="font-size:small;">Es bleibt zu wünschen, dass die Broschüre zur Aufklärung über das Verbindungswesen und zur fundierten Diskussion über studentische Korporationen beiträgt. </span></span></span></span></span></span></span></span></p>
<p style="text-align:left;" align="JUSTIFY">Matheus Hagedorny* (i.A. des Referats für politische Bildung)</p>
<p style="text-align:left;" align="JUSTIFY">im Sommer 2011</p>
<p style="text-align:left;" align="JUSTIFY"><strong>Die PDF-Version des Readers kann <a href="http://www.asta-bonn.de/w/images/3/3c/DerVerbindungUntertan_fertig.pdf">hier</a> abgerufen werden.</strong></p>
<p style="text-align:left;" align="JUSTIFY">&#8211;</p>
<p style="text-align:left;" align="JUSTIFY">*Matheus Hagedorny ist Mitglied der Gruppe Georg Elser.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gruppegeorgelser.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gruppegeorgelser.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gruppegeorgelser.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gruppegeorgelser.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/gruppegeorgelser.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/gruppegeorgelser.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/gruppegeorgelser.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/gruppegeorgelser.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gruppegeorgelser.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gruppegeorgelser.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gruppegeorgelser.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gruppegeorgelser.wordpress.com/301/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gruppegeorgelser.wordpress.com/301/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gruppegeorgelser.wordpress.com/301/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=301&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Glaube und (Rest-)Vernunft</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jul 2011 17:44:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gruppegeorgelser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schriften]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://gruppegeorgelser.wordpress.com/?p=426</guid>
		<description><![CDATA[Über die Islamische Hochschulvereinigung und die Wohltat des Laizismus (zuerst veröffentlicht in: Berichte aus dem AStA Nr. 669 am 24.07.2011) Nimmt man den Anspruch der modernen Universität ernst, Forum der Aufklärung, also der rational nachvollziehbaren Selbst- und Welterkenntnis zu sein, gelangt man zwangsläufig zu der Frage, wie und warum die Anhänger von (Welt-)Religionen überhaupt an [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=426&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über die Islamische Hochschulvereinigung und die Wohltat des Laizismus (zuerst veröffentlicht in: Berichte aus dem AStA Nr. 669 am 24.07.2011)</strong></p>
<p>Nimmt man den Anspruch der modernen Universität ernst, Forum der Aufklärung, also der rational nachvollziehbaren Selbst- und Welterkenntnis zu sein, gelangt man zwangsläufig zu der Frage, wie und warum die Anhänger von (Welt-)Religionen überhaupt an einer Einrichtung teilnehmen wollen, die ihren mit Treue und Glauben zusammen gehaltenen Standpunkt jederzeit zu zermalmen droht.</p>
<p><strong>Religiöse Parallelstrukturen an der Uni</strong></p>
<div id="attachment_431" class="wp-caption aligncenter" style="width: 390px"><a href="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/07/absperrband_vor_hc3b6rsaal-11.jpg"><img class=" wp-image-431" title="Absperrband_vor_Hörsaal 1" src="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/07/absperrband_vor_hc3b6rsaal-11.jpg?w=380&#038;h=252" alt="" width="380" height="252" /></a><p class="wp-caption-text">Alltägliche Absperrung des Bereichs für das muslimische Freitagsgebet vor dem Hörsaal 1 im Hauptgebäude der Universität Bonn</p></div>
<p style="text-align:left;">Wir haben uns trotzdem daran gewöhnt, dass drei christliche Konfessionen ihre Theologen an der Universität Bonn ausbilden lassen können. Die Trittbrettfahrer kommen unvermeidlich: Seit zehn Jahren möchte auch die Islamische Hochschulvereinigung (IHV) ihr exklusives Revier im Hauptgebäude markieren und perspektivisch ihren eigenen Raum beziehen. Mit rot-weißem Absperrband wird bereits jetzt schon Tag für Tag am Eingang des Hörsaals 1 im Uni-Hauptgebäude vorgezeichnet, wie viele Quadratmeter die gewünschte Sperrzone des Intellekts messen soll. Wenn es an die Rechtfertigung solcher religiösen Parallelstrukturen geht, werden die Christen auf ihre über die Jahrhunderte gut abgehangene Tradition an der Uni verweisen, die irgendwann offenbar Begründung genug ist. Bei der jedoch nur zehn Jahre jungen Islamischen Hochschulvereinigung (IHV) kommt mangels Traditionsargumenten die Haltlosigkeit von religiösen Sonderrechten in einer vernunftbasierten Uni zum Vorschein.</p>
<p>   Wenn man &#8211; wie es jüngst die Muslimin und bekennende Kopftuchträgerin Faizah Chalid in einem offenen Brief vorgemacht hat – diese lästigen Kapriolen einer Handvoll Moslems kritisiert, reagiert die strikt islamische Avantgarde der IHV mit der gewohnten Mischung aus tiefer Gekränktheit, Selbstmitleid und kaum verhohlener Empörung darüber, dass eine muslimische Frau den angemaßten Auftrag der IHV für das „Wohl der muslimischen Studierenden im Besonderen und aller anderen im Allgemeinen“ in Zweifel gezogen hat. Die Pointe des so erhabenen wie argumentlosen Schreibens der Hochschulmuslime liest sich so: „Bitte haben Sie (gemeint ist Faizah Chalid, Anmerkung M.H.) Verständnis dafür, dass wir mit Ihnen weder über diesen Weg noch über Internetforen über die Situation diskutieren können.“<br />
Wenn diese kleine, aber lautstarke Minderheit von Muslimen ihre Religionsausübung nicht an die Erfordernisse eines zu Recht am Diesseits orientierten Wissenschaftsbetriebs anpassen will und wenn diese ihre Ansprüche auf Räumlichkeiten der Hochschule nicht einmal auf Anfrage öffentlich begründen kann oder will, dann hat sie ihre intellektuelle Kapazität und Redlichkeit auf den Punkt gebracht. Angesichts solcher Dreistigkeit müsste einer zurechnungsfähigen Universitätsleitung klar sein, dass man mit derlei Fundamentalisten nicht über knappe Räume der Wissenschaft verhandeln, sondern sie neben kiffenden Kleinkünstlern und Sonnenanbetern dem Pluralismus des Hofgartens überlassen sollte.</p>
<p><strong>Pay respect!</strong></p>
<p>Da wir jedoch auch an der Universität einen Respekt vor allerlei Religionen resp. Kulturen leben sollen, der keine Kritik duldet, sondern der jede noch so wahnwitzige Weltanschauung als Selbstbestimmung adelt, hat ein Ungläubiger um heilige Absperrband vor Hörsaal 1 herumzugehen und sein Schinkenbrot an profaneren Stellen zu verdrücken.<br />
Dass die Universität Bonn diesem Treiben der IHV so lange stattgegeben hat, verweist zunächst darauf, dass das Bild einer rein auf Emanzipation ausgerichteten Hochschule naiv ist und die Entwicklung der Universität seit ihrer Gründung 1818 besser als Verfallsgeschichte eines hehren Aufklärungsideals zu begreifen wäre. Dass der Respekt vor Kultur bzw. Religion vernünftige Entscheidungen in dieser Sache lähmt, hat sehr viel mit der unvollständigen Säkularisierung der deutschen Gesellschaft zu tun. In einem Deutschland, wo Kirchen Religionslehrer für öffentliche Schulen an öffentlichen Unis ausbilden und als Großverbände sogar das Programm der ARD-Sender mitbestimmen dürfen, können die muslimischen Verbände (z.B. die DITIB und schlimmere wie Milli Görüs) die Gesellschaft problemlos mit Forderungen nach religionspolitischer Chancengleichheit vor sich hertreiben.<br />
Die Verschleppung der Entscheidung, entweder einen konsequenten Laizismus durchzusetzen oder Politik und Gesellschaft weiter den lautstärksten Religions- bzw. Kulturagenturen auszusetzen, rächt sich in fataler Weise. Dass zur Religionsfreiheit auch die Freiheit der Nicht- oder Kaumgläubigen gehört, von der Präsenz religiöser Sittenwächter verschont zu werden, spielt in den einschlägigen Debatten keine Rolle.<br />
Unter diesen Bedingungen stemmen sich Organisationen wie die IHV im Sinne des vermeintlichen „Wohl[s] der muslimischen Studierenden im Besonderen und aller anderen im Allgemeinen“ mit einigem Erfolg gegen eine Privatisierung und somit Individualisierung der Glaubensausübung und letztlich auch aller abweichenden Lebensentwürfe. Dies hat herzlich wenig mit privater Religionsausübung, jedoch sehr viel mit politischen Machtansprüchen zu tun.</p>
<p><strong>Der Islam im Westen</strong></p>
<div id="attachment_433" class="wp-caption aligncenter" style="width: 372px"><a href="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/07/absperrband_vor_dem_eingang_von_hc3b6rsaal-1.jpg"><img class="size-full wp-image-433" title="Absperrband_vor_dem_Eingang_von_Hörsaal 1" src="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/07/absperrband_vor_dem_eingang_von_hc3b6rsaal-1.jpg?w=380" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Sperrzone des Intellekts? Geheiligter Boden? Absperrungen für das muslimische Freitagsgebet im Hauptgebäude der Universität Bonn</p></div>
<p style="text-align:left;">Das Problem des Islams in überwiegend säkularisierten Gesellschaften ist, dass erst dort ein jeder Muslim permanent herausgefordert wird, seinen Islam angesichts einer mehrheitlich nicht-gläubigen Umgebung individuell zu bekräftigen. Erst in dieser (recht neuen) Minderheitenposition wird jeder Muslim als Individuum auf die Frage zurückgeworfen, was der Islam für ihn als Individuum bedeutet und wie er ihn in diesem Leben unter mehrheitlich Ungläubigen zu formen hat. In Gesellschaften islamischer Prägung dagegen wird diese Identität ineinem Kollektivismus aufgehoben, der etwa die Einhaltung der Gebets- und Fastenkonventionen problemlos möglich macht.<br />
Die öffentlichen Freitagsgebete der IHV sind in diesem Zusammenhang der Versuch, diesen Kollektivismus in eine individualistische Gesellschaft zu zwängen. Durch das möglichst öffentliche Praktizieren der Rituale allerorten sollen die ausschließlich privat praktizierenden Muslime zum Mitmachen gedrängt werden. Denn ist nicht jeder Moslem, der die Pflichtgebete bei dieser Gelegenheit auslässt, ein schlechter Moslem, gar ein potenzieller Abtrünniger? Und ist nicht jede Muslimin aus frommen Hause, die das Kopftuch verschmäht oder ihre Gebete nur in der Moschee und zu Hause verrichtet, eine schlechte Muslimin? Solchen Konfliktlagen darf kein Raum geboten werden.<br />
Angesichts eines anhaltenden, durch Fundamentalisten vorangetriebenen Konformitätsdrucks innerhalb der muslimischen Communities gehört einige Courage dazu, seine Religiosität und Theologie gegen einen offensiv politischen Islam zu behaupten. Der von der IHV beargwöhnte Individualismus einer Faizah Chalid verdient Solidarität, wenn auch ihre islamischen Argumente gegen die Religionsausübung an der Uni nicht die meinen sein können.<br />
Chalid gehört zu der großen Mehrheit der laut IHV ca. 1.500 Muslime an der Universität Bonn, die ihren Glauben nicht durch die IHV (die Angaben zu den Mitgliederzahlen liegen zw. 40-120 Personen) organisieren lassen oder durch ihren politischen Arm im Studierendenparlament, das Universitäre Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit (UBIG), als politisches Material missbraucht sehen wollen. Die Mehrheit der Bonner Muslime weicht solchen wahrhaft dubiosen Gruppen aus. Es sind Gruppen, die sich trotz ihrer angemaßten Sprecherfunktion für alle Moslems nicht erklären wollen – wenn sie nicht wie das im Studierendenparlament vertretene UBIG gar vollständig auf eine Webseite oder ein sonst wie dauerhaft einsehbare Selbstdarstellung verzichten. Hier zeigt sich erneut, warum die IHV an einer aufgeklärten Universität keine Ansprüche anmelden kann: der Islam und seine Praxis werden von ihr niemals ergebnisoffen diskutiert oder gar den säkularen Bedingungen angepasst, sondern in einen angeblich ersehnten „Dialog“ vorgetragen, der im Falle von Kritik durch angebliche „Islamophobie“ oder vermeintliche „Vorurteile“ abgebrochen würde.</p>
<p><strong>Für ein Ende des „Dialogs“</strong></p>
<p>Gerne möchte ich in der Bundesrepublik diesen „Dialog“, der nie einer war, zugunsten einer strikten Trennung von Religion und Universität abgebrochen sehen.<br />
Dies würde vor Ort die Ausgliederung der theologischen Fakultäten aus der Universität Bonn, die Nutzung der bislang religiös reservierten Räume für rein wissenschaftliche Zwecke und damit selbstverständlich auch das Verbot für alle Muslime, ihre Riten in der Alma Mater zu verrichten, nach sich ziehen. Zum Laizismus gehörte ebenso das Verbot für Frauen, das Kopftuch zu tragen, welches im Islam den sexistischen Wahnwitz überliefert, dass Männer beim Anblick weiblicher Haare nicht mehr an sich halten könnten. Das Kopftuchverbot würde zudem die aktuell für nicht wenige Musliminnen lästigen Zurechtweisungen wegen ihres „fehlenden“ Kopftuchs und anderen Konformitätsdruck aus der Hochschule verdrängen, wenn auch beileibe nicht aufheben.<br />
Das Beispiel Frankreich zeigt, dass sich die überwiegende Mehrheit der Gläubigen mit solchen klaren Verhältnissen arrangieren kann. Der v.a. durch die islamistische Regierungspartei AKP zunehmend sabotierte Laizismus in der Türkei beweist außerdem, dass dies sogar in einem Land mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung möglich ist. Den Übrigen, die unter solchen Bedingungen an einer weltlichen Universität keinesfalls weiter studieren wollen, bietet die Aufnahme eines Fernstudiums diverse Möglichkeiten, ihr Seelenheil zu retten.</p>
<p>Eine erste Notwehrmaßnahme der praktizierenden Restvernunft wäre es zunächst, die für religiöse Riten reservierten Bereiche für all jene menschlichen Bedürfnisse zu beanspruchen, die ein vernunftbegabter und genussfähiger Mensch sein Eigen nennt. Selbstverständlich bedarf es für einen durchsetzungsfähigen Laizismus einer Öffentlichkeit, die selbstbewusst genug ist, verletzte religiöse Gefühle und ähnlichen Humbug niemals mit seriösen Argumenten zu verwechseln, die auf ein vernünftiges Auskommen in diesem einzigartigen menschlichen Leben zielen. Wer aber sein Leben immer radikaler auf den angeblich erlösenden Tod und all das, was dann kommen möge, ausrichtet, hat an solch einer gesellschaftlichen Organisation logischerweise kaum ein Interesse. Dies gilt es zu bedauern, aber keineswegs wie bisher zu unterstützen.</p>
<p><em>Matheus Hagedorny</em>*</p>
<p>___</p>
<p>*Matheus Hagedorny ist Mitglied der Gruppe Georg Elser.</p>
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		<title>Menschenrechte gegen Israel</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2011 18:43:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gruppegeorgelser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schriften]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Boycott, Divestment, Sanctions&#8220; gegen die israelische Gesellschaft &#8211; nun auch in Bonn    Seit 2005 formiert sich die internationale Kampagne „Boycott, Divestment, Sanctions“ (BDS), die sich dem umfassenden Boykott jeglichen wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Austauschs mit Israel verschrieben hat. Die geforderte Isolation der israelischen Gesellschaft soll die vollständige rechtliche Gleichstellung arabischer Israelis bewirken und die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=266&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;"><strong>&#8222;Boycott, Divestment, Sanctions&#8220; gegen die israelische Gesellschaft &#8211; nun auch in Bonn</strong></p>
<p style="text-align:left;"><a href="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/05/freepalestina.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-280" title="freepalestina" src="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/05/freepalestina.jpg?w=380&#038;h=282" alt="" width="380" height="282" /></a>   Seit 2005 formiert sich die internationale Kampagne „Boycott, Divestment, Sanctions“ (BDS), die sich dem umfassenden Boykott jeglichen wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Austauschs mit Israel verschrieben hat. Die geforderte Isolation der israelischen Gesellschaft soll die vollständige rechtliche Gleichstellung arabischer Israelis bewirken und die Besatzung „allen arabischen Landes“ beenden, womit sämtliches israelisches Territorium gemeint ist. Die deutsche Sektion und ihre Bonner Anhänger wollen dies durch die Auflösung des jüdischen Staates („Einstaatenlösung“) und die Rückkehr aller 1948 geflohenen Palästinenser und ihrer Nachkommen ins dann ehemalige israelische Gebiet ermöglichen [1].</p>
<p style="text-align:left;">   Es ist hinlänglich bekannt, dass eine Mehrheit in Deutschland der Aussage zustimmt, dass Israel gegenüber den Palästinensern prinzipiell eben jene Vernichtungspraxis betreibt, die den Nationalsozialismus auszeichnete [2]. Diese Ideologie ermöglicht es vielen Deutschen, den Sonderstatus ihrer nationalen Identität zu bewältigen, indem sie Nachkommen von Holocaust-Überlebenden bescheinigen, aus demselben mörderischen Holz geschnitzt zu sein wie die eigenen Vorfahren. Obwohl die Mehrheit mit statistischer Wahrscheinlichkeit diesen (un)heimlichen Groll hegt, wäre es müßig, hier mit einigem Aufwand deren Befindlichkeiten zu „widerlegen“. Es sind Ressentiments, die davon leben, sich von widersprüchlichen Erfahrungen und komplizierten historischen Tatsachen abzuwenden. Es geht in erster Linie auch nicht um die Wenigen, die für Israel eintreten als den prekären, aber umso notwendigeren Versuch von Juden, die Fortsetzung ihrer Vernichtung selbstbestimmt zu verhindern. Es geht vor allem um die schwankende Minderheit, die sich fragt, wes Geistes Kind die Mitbürger sind, die sich von den etwa 200 Staaten der Erde gerade den Zwergstaat am Mittelmeer für eine Quarantäne ausgesucht haben.</p>
<p style="text-align:left;">   Die BDS-Kampagne ist ein Spross der alltäglichen „Israelkritik“: Angegangen werden soll vordergründig „nur“ das, was „von der israelischen Politik der Apartheid und Besatzung profitieren“ möchte. Seit Beginn der weltweiten Kampagne im Jahr 2005 ist jedoch unmissverständlich klar geworden, dass sie sämtliche Produkte, Dienstleistungen und Institutionen des Landes meint, also jede Regung der israelischen Gesellschaft prinzipiell als „Besatzung arabischen Landes“ oder „Apartheid“ charakterisiert. Eine Zweistaatenlösung wird von den deutschen BDS-Anhängern offen zu Gunsten der „Einstaatenlösung“ abgelehnt. [3] Die BDS-Agenda bereitet also auf nichts Geringeres als auf die Liquidierung des jüdischen Staates vor.</p>
<p style="text-align:left;"><strong>Was ist mit den Palästinensern?</strong></p>
<p style="text-align:left;">   Von BDS betroffen ist damit auch jene Million Palästinenser israelischer Staatsangehörigkeit, die die zionistische „Apartheid“, die „Nakba“ und den „Vernichtungskrieg“ der Staatenlosigkeit, Ausgrenzung und Elendsverwaltung in zahlreichen arabischen Ländern (Libanon, Syrien, Jordanien u.a.) vorzieht. Die von BDS verschwiegene Diskriminierung der Palästinenser in arabischen Ländern ist eine bewusste Entrechtung, die Integration und gesellschaftliche Teilhabe systematisch verhindert [4].<br />
Verschärft wird dies durch die per UNO abgesegnete und global anerkannte Absurdität, dass der palästinensische Flüchtlingsstatus als weltweit einziger von Generation zu Generation weitervererbt wird [5]. Mit dieser völkischen Politik werden die nachgeborenen „Flüchtlinge“ zur demographischen Waffe. Würden die jüdischen Israelis unter diesen Bedingungen dem geforderten Recht auf „Rückkehr“ stattgeben, wären sie nicht „nur“ die verhasste Minderheit der Region, sondern wie vor Staatsgründung der Gnade einer überwiegend feindseligen Mehrheit ausgeliefert. Angesichts einer mehrheitsfähigen Hamas, die bekanntlich nichts von freien Wahlen oder Pluralismus hält, sondern den Judenmord in ihrem Grundsatzprogramm zur heiligen Pflicht eines jeden Moslems erhebt [6], leistet die BDS-Kampagne ihrerseits nichts weiter als Schützenhilfe für die angestrebte Verfolgung der israelischen Juden.</p>
<p style="text-align:left;"><strong>„Kollateralschäden“ des Antisemitismus</strong></p>
<p style="text-align:left;">   Bereits vor Gründung Israels litten jene Araber resp. Palästinenser, die friedlich mit oder neben einem jüdischen Staat leben wollten, unter massiver Verfolgung. Schon der erste Palästinenserführer, Hitlerfreund und Gruppenführer der SS a.D., Mohammed Amin al-Husseini, versuchte jeden (leisen) Zweifel am Vernichtungswillen auszurotten [7].<br />
Tradition verpflichtet: Morde an „zionistischen Kollaborateuren“ unter den Palästinensern sind bis heute Alltag. Diese Barbarei würde wohl auch dann weiter gehen, wenn die Juden aus dem Nahen Osten verschwunden wären. Denn ausgerechnet im Gazastreifen, der seit 2005 im Sinne der säkularen Fatah und der radikal islamischen Hamas „judenrein“ ist [8], ermordete die Hamas viele ihrer „Brüder“ von der Fatah als vermeintliche „zionistische Kollaborateure“ [9]. Mit den Worten „Wenn es keinen Juden gäbe, der Antisemit würde ihn erfinden“ [10] pointierte Jean-Paul Sartre 1945 diesen Wahnkomplex, der sich in unserer Zeit hinter antizionistischer Rhetorik verschanzt.<br />
Alle Repression, die von Palästinensern an Palästinensern im Namen des „Befreiungskampfs“ verübt wurde und wird, ist der vermeintlich palästinenserfreundlichen BDS-Kampagne jedoch keine Erwähnung, geschweige denn Kritik wert. Am Doppelstandard, einerseits den verhältnismäßig paradiesischen Menschenrechts- und Wohlstandsindex der Araber in Israel ausbauen zu wollen, während man „judenreine“ Palästinensergebiete mit Scharia für selbstverständlich hält, erweist sich, wer in Wirklichkeit der Idee der Apartheid anhängt. Die BDS-Kampagne ist in ihrer Logik darauf ausgelegt, Palästinenser nicht als Subjekte, sondern als Objekte zu behandeln, als Kollektiv ohne Individualität, das offensichtlich nur dann Solidarität verdient, wenn es den Krieg nicht aufgibt und in blutigen Konfrontationen mit Israel nutzbaren Schaden nimmt.</p>
<p style="text-align:left;"><strong>Nutz- und boykottierbare Juden</strong></p>
<p style="text-align:left;">   Auch zu den Juden pflegt die BDS-Kampagne ein zutiefst instrumentelles Verhältnis. So suchte sie nach jüdischen Kronzeugen für ihre antizionistische Kampagne und fand sie u.a. bei bereitwilligen Intellektuellen wie Judith Butler und Noam Chomsky. Gerade in Deutschland immunisiert man sich gegen Antisemitismusvorwürfe gerne unter Verweis auf jüdische Mitstreiter – ganz so, als hätten sie qua Herkunft die besondere Eigenschaft, dem Ressentiment nicht verfallen zu können; Sarrazins „Juden-Gen“ lässt grüßen. So darf es niemanden verwundern, dass die Einwände der israelischen Pazifistengruppe um den in einschlägigen Kreisen ansonsten hochgeschätzten Uri Avnery, Gush Shalom, welche noch zwischen zu boykottierenden Produkten aus den besetzten Gebieten und jenen des Kernlands Israel differenziert [11], ignoriert werden. Juden werden eben nur dann als ethnisches Beweismaterial herangezogen, wenn sie dem Ziel der Vernichtung Israels dienlich sind.</p>
<p style="text-align:left;">   Die BDS-Kampagne und ihre Fürsprecher betreiben in letzter Konsequenz nichts weiter als eine Neuauflage des Judenboykotts unter veränderten (geo-)politischen Bedingungen. Den weltweit in der Diaspora verstreuten Juden vor Auschwitz, welchen die Nazis zunächst durch Boykotte die Existenzgrundlage entziehen wollten, steht heute ein wehrhafter „Jude unter dem Staaten“ (Léon Poliakov) namens Israel gegenüber, der durch vielfältige diplomatische, ökonomische und terroristische Initiativen ausgemerzt werden soll. Die organisierte Selbstverteidigung der Juden verlagerte den Fixpunkt des Antisemitismus auf den Staat Israel.</p>
<p style="text-align:left;">   BDS ist der zivilgesellschaftliche Flügel des Antizionismus und fordert im Jargon der Menschenrechte die geopolitische Quarantäne – um nicht zu sagen: die Ghettoisierung – des jüdischen Staates. Die Kampagne wird auf lokaler Ebene voraussichtlich auf die Ächtung und den Abbruch jeglicher wirtschaftlicher, akademischer und offizieller Beziehung zwischen der Universität und Stadt Bonn und ihren israelischen Partnern drängen [12].<br />
Auch in Bonn hat eine Melange aus deutschen Christen, Palästinensern, Verschwörungstheoretikern und Linken in der BDS-Bewegung zueinander gefunden. Neuerdings gesellen sich zu den Sympathisanten auch zwei im Studierendenparlament vertretene Hochschulgruppen der Universität Bonn. So richtet die Linke Liste (LiLi) mit dem islamisch-konservativ geprägten Universitären Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit (UBIG) aktuell eine Veranstaltung aus, bei der neben der antiisraelischen „Einstaatenlösung“ die Möglichkeiten zur Unterstützung der Boykottkampagne in Deutschland erörtert werden sollen. [13]<br />
Die ersehnte „Universität der Friedens“ (Yamen al-Khalaf, UBIG-Spitzenkandidat [14]) und geforderte „Antikriegsarbeit“ (LiLi) [15] verdichtet sich nun in einer Diskussion, wie die Ghettoisierung und Zerstörung Israels von den Deutschen am besten unterstützt werden kann. „Boycott, Divestment, Sanctions“ erweist sich als antisemitischer Tagesbefehl auf der Höhe der Zeit. Dass der Weg zur Hölle mit besten Absichten gepflastert ist, sollte den Blick nicht trüben: „Was der Antisemit wünscht und vorbereitet, ist der Tod des Juden“ (Sartre).</p>
<p style="text-align:left;"><strong>Nachweise und Kommentare:</strong></p>
<p style="text-align:left;">[1] Das <a href="http://kupola.de/petition/main_de.html">„Schlussdokument“ der „Palästina-Solidaritätskonferenz“ vom 26.-28.11.2010</a>, die &#8222;Stuttgarter Erklärung&#8220; fordert die Auflösung Israels: „Am Ende der Diskussion bestand weit gehendes Einvernehmen darüber, dass nur die Schaffung eines gemeinsamen, säkularen und demokratischen Staates auf dem historischen Palästina mit gleichen Rechten für alle Frieden und Gerechtigkeit für PalästinenserInnen und Israelis bringen kann &#8211; ein Staat, in dem alle Menschen, gleich welcher Religion und Herkunft, gleichberechtigt zusammenleben. Dies schließt selbstverständlich die aus dem Land vertriebenen PalästinenserInnen mit ein (Einlösung der Resolution 194 der UN-Vollversammlung).“</p>
<p style="text-align:left;"><a href="http://kupola.de/cgi-bin/appell.cgi?s">Unterzeichner dieser Erklärung</a> war neben einigen Bonner Antizionisten (z.B. den Ex-Stasi-Spion Klaus von Raussendorff und den 9/11-Verschwörungstheoretiker Elias Davidsson) das Bonner Institut für Palästinakunde e.V. (IPK), das die Bonner BDS-Kampagne maßgeblich organisiert.</p>
<p style="text-align:left;">[2] <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/das-buergertum-verroht/">Die aktuelle Heitmeyer-Studie „Deutsche Zustände“</a> der Universität Münster verzeichnet seit 2008 einen Anstieg des israelbezogenen Antisemitismus. 38 Prozent neigten der These &#8222;Bei der Politik, die Israel macht, kann ich gut verstehen, dass man etwas gegen Juden hat&#8220; zu, während sogar 57 Prozent der NS-relativierenden Aussage &#8222;Israel führt einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser&#8220; zustimmten.</p>
<p style="text-align:left;">[3] Das Ergebnis der oben erwähnten „Stuttgarter Erklärung“, der laut Institut für Palästinakunde„erste[n] Einstaatenkonferenz auf deutschem Boden“ hat gemäß der deutschen BDS-Sektion <a href="http://bdsgermany.wordpress.com/2010/12/17/wegweisende-stuttgarter-erklarung-setzt-auf-bds-zur-befreiung-palastinas/">„Standards für die deutsche Palästinasolidarität definiert“</a>.</p>
<p style="text-align:left;">Auch <a href="http://www.ipk-bonn.de/glossar/EinStaatenLoesung.html">das IPK bekräftigt</a> die deutschen Standards der Erklärung: „Diese fordert, die Besatzer durch &#8216;Boykott, Sanktionen und Divestment&#8217; dazu zu zwingen, die Besatzung aufzugeben sowie für die Errichtung eines säkularen, demokratischen Staats im historischen Palästina einzutreten.“</p>
<p style="text-align:left;">[4] vgl.: <a href="https://docs.google.com/document/d/1YXt1QMxVyjbE_biHw9IAAi_SigLWLneI3QEJvQKsBQw/edit?hl=en&amp;pli=1#">Bed Dror Jemini, The Arab Apartheid</a></p>
<p style="text-align:left;">[5] der Flüchtlingsstatus der Palästinenser ist ein so genannter patrimonialer. Das bedeutet, dass es zur Vererbung dieses Sonderrechts entscheidend ist, dass das männliche Elternteil von bis 1948 geflüchteten Palästinensern abstammt. Obwohl dies die zentrale Rolle des Mannes in der Familienhierarchie zementiert, erscheint es in der linken Palästina-Solidarität niemandem erwähnens- oder gar kritisierenswert.</p>
<p style="text-align:left;">[6] „[…] Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn! […]“ (<a href="http://www.n-tv.de/politik/dossier/Hamas-Charta-neu-uebersetzt-article172953.html">aus dem Artikel 7 der Hamas-Charta</a>)</p>
<p style="text-align:left;">[7] Hillel Cohen, Army of Shadows. Palestinian Collaboration with Zionism, 1917-1948, University of California Press, Berkeley &#8211; Los Angeles 2008</p>
<p style="text-align:left;">Zur Geschichte der Kooperation des Großmuftis von Jerusalem mit dem „Dritten Reich“ vgl.: Martin Cüppers, Klaus-Michael Mallmann, Halbmond und Hakenkreuz – Das Dritte Reich, die Araber und Palästina, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2006</p>
<p style="text-align:left;">[8] Die mutmaßlich einzige Ausnahme bildet Gilad Schalit, der von der Hamas seit knapp fünf Jahren als Geisel gehalten wird.</p>
<p style="text-align:left;">[9] vgl.: <a href="http://www.amnesty.de/2009/2/11/toedlicher-feldzug-der-hamas-gegen-kollaborateure">http://www.amnesty.de/2009/2/11/toedlicher-feldzug-der-hamas-gegen-kollaborateure</a></p>
<p style="text-align:left;"><a href="http://derstandard.at/1269045819991/Gegen-Agenten-Israels-Hamas-will-erstmals-Todesurteile-gegen-Kollaborateure-vollstrecken">http://derstandard.at/1269045819991/Gegen-Agenten-Israels-Hamas-will-erstmals-Todesurteile-gegen-Kollaborateure-vollstrecken</a></p>
<p style="text-align:left;"><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,603361,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,603361,00.html</a></p>
<p style="text-align:left;">Zu Geschichte, Ideologie und Praktiken der Hamas vgl.: Joseph Croitoru, Hamas – auf dem Weg zum palästinensischen Gottesstaat, aktualisierte Ausgabe, dtv, München 2010</p>
<p style="text-align:left;">[10] alle Aussagen Sartres zit. n.: Jean-Paul Sartre, Überlegungen zur Judenfrage, rororo Verlag, Reinbek bei Hamburg 1994</p>
<p style="text-align:left;">[11] vgl.: <a href="http://zope.gush-shalom.org/home/events/1273591230">http://zope.gush-shalom.org/home/events/1273591230 </a></p>
<p style="text-align:left;">[12] Als Avantgarde kann u.a. der „akademische Boykott“ in Berlin gelten, der ein Filmfestival der Heinrich-Böll-Stiftung boykottieren lassen will, da dieser mit Unterstützung der israelischen Botschaft stattfindet.</p>
<p style="text-align:left;">[13] Die Vortragsveranstaltung &#8216;Der Kampf für allgemeine Menschen- &amp; Bürgerrechte in Israel&#8217; mit der Palästinenserin Rajaa Zoabi Omari aus Haifa (Israel) fand am 19. Mai um 19 Uhr im Hörsaal 17 (Uni-Hauptgebäude, Englisches Seminar, Bonn Zentrum) statt. Hierzu hatten die Linke Liste, das Universitäre Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit (UBIG) sowie das bereits ausführlich erwähnte Institut für Palästinakunde (IPK) gemeinsam eingeladen.</p>
<p style="text-align:left;">Aus dem Ankündigungstext der <a href="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/05/flu-001.jpg">verteilten Flugblätter</a>: „[...]Darüber hinausgehend wird sie [Rajaa Zoabi Omari, Anm. d. Red.] Stellung zu der nach wie vor als „Lösung“ des Palästinakonflikts angepriesenen `Zweistaatenlösung` nehmen und dazu, wie die deutsche Zivilgesellschaft mit der Beteiligung an der Boycott, Divestment and Sanctions – Kampagne (BDS) dazu beitragen kann, die Unterdrückung und Verteibung der Palästinenser in Israel und den besetzten Gebieten zu beenden. [...]“</p>
<p style="text-align:left;">Die von den Veranstaltern – je nach politischem Bedarf – als palästinensische Israelin, Israelin oder Palästinenserin vorgestellte Rajaa Zoabi Omari ist eine Vertreterin der Abnaa el-Balad (Sons of the land). Die in Israel ansässige, fast ausschließlich von Palästinensern betriebene PLO-nahe Organisation bestreitet das Existenzrecht des jüdischen Staates, boykottiert die Wahlen zur Knesset und agitierte in den 1980er und 90er Jahren gegen die Einwanderung von Juden aus der (ehemaligen) Sowjetunion nach Israel. 1990 schrieb die Gruppe diesbezüglich: &#8222;What are We Waiting For? Immigrants are Penetrating our Doors and Threatening Our Lands&#8220; zit. n. Majid Al Haj: Immigration and Ethnic Formation in a Deeply Divided Society: The Case of 1990s Immigrants from the Former Soviet Union in Israel (http://books.google.com/books?id=LDJfj7JEmd0C&amp;pg=PA187&amp;dq=abnaa+balad+russian+immigration&amp;hl=de#v=onepage&amp;q=abnaa%20balad%20russian%20immigration&amp;f=false)</p>
<p style="text-align:left;">Allgemeine Informationen zu Abnaa el-Balad http://en.wikipedia.org/wiki/Abnaa_el-Balad</p>
<p style="text-align:left;">[14] Bei dem UBIG handelt es sich um eine studentische Sektion der in Bonn gegründeten BIG-Partei, welche zwei Sitze im Bonner Rat hält. Die BIG wird nach türkischen und deutschen Medienberichten als eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCndnis_f%C3%BCr_Innovation_und_Gerechtigkeit#Profil_und_Themen">der  elitär-islamischen Fethullah Gülen-Bewegung und der islamistischen Regierungspartei AKP nahestehende Partei </a>charakterisiert. Auffällig ist, dass eine genuin islamische Ausrichtung zwar bestritten, die Partei jedoch fast ausschließlich durch Funktionäre islamischer Verbände und Moscheegemeinden gegründet wurde und geleitet wird.</p>
<p style="text-align:left;">Auch das UBIG bildet keine Ausnahme: Yamen Al-Khalaf ist neben seiner Funktion als UBIG-Spitzenkandidat Vorstand der Islamischen Hochschulvereinigung (IHV). Die IHV plante für Mai eine Vorführung des mit antisemitischen, antiamerikanischen und antikurdischen Ressentiments durchsetzten türkischen Spielfilms „Tal der Wölfe: Irak“ an der Bonner Universität. Die IHV wollte sich die entstehenden Kosten durch das AStA-Kulturplenum finanzieren lassen, zog diesen Antrag jedoch nach scharfer Kritik im Vorfeld zurück und sagte die Vorführung des nationalistischen Streifens in den Räumen der Uni nach eigenen Angaben ab.</p>
<p style="text-align:left;">[15] Für die Linke Liste sitzt aktuell u.a. Naomi Rattunde im Studierendenparlament, die im Juni 2010 auf einer antiisraelischen Kundgebung <a href="http://www.youtube.com/watch?v=YVSOhrFusFU&amp;feature=related">das Transparent „No Oslo – No Camp David – Befreiungskampf bis zum Sieg“ spazieren führte</a>.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gruppegeorgelser.wordpress.com/266/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gruppegeorgelser.wordpress.com/266/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gruppegeorgelser.wordpress.com/266/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gruppegeorgelser.wordpress.com/266/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/gruppegeorgelser.wordpress.com/266/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/gruppegeorgelser.wordpress.com/266/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/gruppegeorgelser.wordpress.com/266/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/gruppegeorgelser.wordpress.com/266/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gruppegeorgelser.wordpress.com/266/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gruppegeorgelser.wordpress.com/266/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gruppegeorgelser.wordpress.com/266/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gruppegeorgelser.wordpress.com/266/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gruppegeorgelser.wordpress.com/266/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gruppegeorgelser.wordpress.com/266/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=266&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Gegenaufklärung</title>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 20:16:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gruppegeorgelser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der postmoderne Beitrag zur Barbarisierung der Gesellschaft Buchvorstellung und Diskussion mit Alex Gruber und Philipp Lenhard An deutschen Universitäten, besonders in der akademischen Linken, liegt über den Charakter der postmodernen Philosophie ein grundlegendes Missverständnis vor: Dass es sich bei ihr nämlich um die legitime Nachfolgerin der Kritischen Theorie handele, ja, um kritische Theorie auf Höhe [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=234&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der postmoderne Beitrag zur Barbarisierung der Gesellschaft</strong></p>
<p><strong>Buchvorstellung und Diskussion mit Alex Gruber und Philipp Lenhard</strong></p>
<p><strong></strong>An deutschen Universitäten, besonders in der akademischen Linken, liegt über den Charakter der postmodernen Philosophie ein grundlegendes Missverständnis vor: Dass es sich bei ihr nämlich um die legitime Nachfolgerin der Kritischen Theorie handele, ja, um kritische Theorie auf Höhe der Zeit. Ein Affront gegen alle, die es ernst meinen mit der Kritik – denn tatsächlich ist postmoderne Philosophie nichts anderes als &#8222;das Nachleben des Nationalsozialismus in der Demokratie” (Adorno). Weil der radikale Bruch mit dem Denken, das zu <a href="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/05/gruber-lenhard-gegenaufklaerung.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-236" title="gruber-lenhard-gegenaufklaerung" src="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/05/gruber-lenhard-gegenaufklaerung.jpg?w=206&#038;h=300" alt="" width="206" height="300" /></a>Auschwitz führte, ausblieb, weil vielmehr bereits in den sechziger Jahren gerade von links in vermeintlich tabubrecherischer Weise versucht wurde, die nationalsozialistische Philosophie für scheinbar “emanzipatorische” Projekte nutzbar zu machen, erscheint die deutsche Ideologie heute als links und progressiv.</p>
<p><strong></strong>Diese neueste deutsche Ideologie ist nicht nur eine philosophische Strömung, sondern Ausdruck einer gesellschaftlichen Tendenz. Die postmoderne Übung, jede allgemeine Begriffsbestimmung als “logozentrisch” und jede Betrachtung der Gesellschaft unter Vernunftkriterien als totalitär zu denunzieren, ist sowohl Reflex der objektiven Unbrauchbarkeit der Welt unter den Verhältnissen spätkapitalistischer Vergesellschaftung als auch der Versuch einer Sinnstiftung ebendieser Verhältnisse. In seinem Kult der Unmittelbarkeit schließlich sucht der Poststrukturalismus den Schulterschluß mit dem radikalen Islam und verrät jede Idee von Versöhnung.</p>
<p><strong>Alex Gruber</strong> (Wien) ist Mitglied bei <a href="http://www.cafecritique.priv.at/"><em>Café Critique</em></a>, <strong>Philipp Lenhard</strong> (München) Redakteur der Zeitschrift <a href="http://www.prodomo-online.org/index.html"><em>Prodomo</em></a>.</p>
<p><strong>Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 26. Mai 2011 um 20 Uhr im Hörsaal 3 (Hauptgebäude der Universität Bonn, Bonn-Zentrum) statt.</strong></p>
<p><strong>Der Eintritt ist kostenfrei.</strong></p>
<p>Veranstaltet von der Gruppe Georg Elser mit Unterstützung des Kulturplenums des AStA der Universität Bonn.<strong><br />
</strong></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gruppegeorgelser.wordpress.com/234/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gruppegeorgelser.wordpress.com/234/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gruppegeorgelser.wordpress.com/234/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gruppegeorgelser.wordpress.com/234/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/gruppegeorgelser.wordpress.com/234/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/gruppegeorgelser.wordpress.com/234/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/gruppegeorgelser.wordpress.com/234/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/gruppegeorgelser.wordpress.com/234/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gruppegeorgelser.wordpress.com/234/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gruppegeorgelser.wordpress.com/234/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gruppegeorgelser.wordpress.com/234/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gruppegeorgelser.wordpress.com/234/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gruppegeorgelser.wordpress.com/234/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gruppegeorgelser.wordpress.com/234/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=234&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister</title>
		<link>http://gruppegeorgelser.wordpress.com/2011/05/04/wurzelrassen-erzengel-und-volksgeister/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 May 2011 17:27:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gruppegeorgelser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik Vortrag und Diskussion mit Peter Bierl Hautcreme für den Babypopo von Weleda, biologisch-dynamische Karotten der Marke Demeter, Rudolf-Steiner-Brot im Naturkostladen und die Waldorfschule kennen viele, nicht aber die damit verbundene Weltanschauung der Anthroposophie. Dabei ist sie eine der ältesten und mit bundesweit etwa 20.000 Mitgliedern (weltweit ca. 60.000) [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=248&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Anthroposophie Rudolf Steiners und die Waldorfpädagogik</strong></p>
<p><strong>Vortrag und Diskussion mit Peter Bierl</strong></p>
<p>Hautcreme für den Babypopo von Weleda, biologisch-dynamische Karotten der Marke Demeter, Rudolf-Steiner-Brot im Naturkostladen und die Waldorfschule kennen viele, nicht aber die damit verbundene Weltanschauung der Anthroposophie. Dabei ist sie eine der ältesten und mit bundesweit etwa 20.000 Mitgliedern (weltweit ca. 60.000) eine der wichtigsten esoterischen Strömungen unserer Zeit.</p>
<p>Peter Bierl beschäftigt sich in seinem Vortrag mit der Anthroposophie und ihrem Gründer Rudolf Steiner. Der Mann, der sich als Hellseher inszenierte und von seinen Anhängern als &#8222;Menschheitsführer&#8220; und Wiedergeburt von Aristoteles verehrt wurde, war überzeugt, dass nur die &#8222;weiße Rasse&#8220; am Geiste schafft, während Asiaten dekadent, Schwarze überhitzte Triebwesen und Juden einseitig intellektuell und zersetzend seien. Die Deutschen rechnete der Guru einer fünften Wurzelrasse der Arier zu, die noch einige Jahrtausende führend sein solle.</p>
<p class="alignleft size-full wp-image-255"><a href="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/05/rassenlehre_waldorfpc3a4dagogik.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-255" title="Rassenlehre_Waldorfpädagogik" src="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/05/rassenlehre_waldorfpc3a4dagogik.gif?w=380" alt=""   /></a>                   In Steiners Anthroposophie spuken Engel und Dämonen, Volks- und Rassengeister, er mixte Versatzstücke aus Buddhismus, Hinduismus und Christentum mit darwinistischen Evolutionsvorstellungen und bürgerlichem Kulturpessimismus. Darum erklären Anthroposophen Erdbeben, Tsunami und Reaktorkatastrophe in Fukushima als eine Art karmischenAusgleich für einen angeblich besonderen Materialismus der Japaner. Rassistische und antisemitische Ideen der Zeit finden ihren Niederschlag in der Anthroposophie, die wiederum die Waldorfschule prägt. Vorstellungen über Reinkarnation und Karma gelten bis heute als konzeptionelle Grundlage der Waldorfpädagogik, mit der auch heute noch ca. 70.000 Schülerinnen und Schüler in den deutschen Waldorfschulen ideologisch beeinflusst werden– und dies mit finanzieller Unterstützung des Staates.</p>
<p><strong>Peter Bierl</strong>, freier Journalist, beschäftigt sich seit Jahren mit Anthroposophie, Esoterik, Nationalsozialismus, Ökologie &amp; Umweltbewegung. Er ist Autor des anthroposophiekritischen Buchs Wurzelrassen, Erzengel und Volksgeister, Hamburg 2005</p>
<p>Die Veranstaltung findet am <strong>Mittwoch, den 8. Juni 2011 um 20 Uhr im Hörsaal 17</strong> (Universitäts-Hauptgebäude, Englisches Seminar, Bonn-Zentrum) statt. Der Eintritt ist kostenfrei.</p>
<p>Veranstaltet von der Gruppe Georg Elser und dem Referat für politische Bildung des AStA der Universität Bonn.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gruppegeorgelser.wordpress.com/248/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gruppegeorgelser.wordpress.com/248/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gruppegeorgelser.wordpress.com/248/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gruppegeorgelser.wordpress.com/248/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/gruppegeorgelser.wordpress.com/248/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/gruppegeorgelser.wordpress.com/248/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/gruppegeorgelser.wordpress.com/248/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/gruppegeorgelser.wordpress.com/248/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gruppegeorgelser.wordpress.com/248/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gruppegeorgelser.wordpress.com/248/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gruppegeorgelser.wordpress.com/248/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gruppegeorgelser.wordpress.com/248/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gruppegeorgelser.wordpress.com/248/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gruppegeorgelser.wordpress.com/248/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=248&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Antiziganismus</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 17:38:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>gruppegeorgelser</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Ressentiment und Vernichtung Vortrag und Diskussion mit Roswitha Scholz Das Phänomen des Antiziganismus ist in westlichen Gesellschaften weit verbreitet und in Form von alltäglichen Ressentiments bis hin zu konkreten Angriffen äußerst wirkungsmächtig. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen auch nach dem nationalsozialistischen Massenmord an Sinti und Roma als »Zigeuner« diskriminiert und teilweise verfolgt. Die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=251&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/05/uffing_antiziganismus1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-402" title="uffing_antiziganismus" src="http://gruppegeorgelser.files.wordpress.com/2011/05/uffing_antiziganismus1.jpg?w=380&#038;h=276" alt="2008 bei einem Faschingsumzug in Uffing (Oberbayern)" width="380" height="276" /></a>Ressentiment und Vernichtung</strong></p>
<p><strong>Vortrag und Diskussion mit Roswitha Scholz</strong></p>
<p>Das Phänomen des Antiziganismus ist in westlichen Gesellschaften weit verbreitet und in Form von alltäglichen Ressentiments bis hin zu konkreten Angriffen äußerst wirkungsmächtig. In nahezu allen Staaten Europas werden Menschen auch nach dem nationalsozialistischen Massenmord an Sinti und Roma als »Zigeuner« diskriminiert und teilweise verfolgt. Die Verachtung der Sinti und Roma durch die deutsche Bevölkerung hat im Laufe der Jahrzehnte nicht abgenommen, sie ist vielmehr normal, geläufig und alltäglich.</p>
<p>Bis zum heutigen Tag sind „Zigeuner“ der Dauerverfolgung rechter Bewegungen ausgesetzt. Eine Zuspitzung erreicht diese Drangsalierung aktuell in Ungarn, wo das Gewaltmonopol des Staates zu Gunsten nationalistischer Milizen abgetreten wurde, welche die Roma-Minderheit massiv bedrohen. Auch in im Land der Französischen Revolution protestiert nur eine Minderheit gegen die Diskriminierungs- und Abschiebepolitik des Präsidenten Sarkozy.</p>
<p>An politischen und theoretischen Analysen des antiziganistichen Ressentiments fehlt es dennoch. Auch eine linke Kritik geht oft nicht über moralische Empörung hinaus. Anliegen des Vortrags ist es daher, den Antiziganismus analytisch zu begreifen, seine Ursachen aufzuspüren, seine Funktion darzulegen und das historische und aktuelle Bewusstsein hinsichtlich des Antiziganismus zu schärfen.</p>
<p><strong>Roswitha Scholz</strong>, Sozialpädagogin und freie Publizistin, ist Redakteurin der Theoriezeitschrift EXIT. Neben etlichen Beiträgen zu Rassismus und Antisemitismus veröffentlichte sie u.a. den Aufsatz <em>Antiziganismus und Ausnahmezustand. Der »Zigeuner« in der Arbeitsgesellschaft</em> im Sammelband  <em>Antiziganistische Zustände &#8211; Zur Kritik eines allgegenwärtigen Ressentiments, Münster 2009</em>.</p>
<p><strong>Die Veranstaltung findet am Freitag, den 10. Juni 2011 um 20 Uhr im Hörsaal 17 (Hauptgebäude der Universität Bonn, Regina-Pacis-Weg 5) statt.</strong></p>
<p>Der Eintritt ist kostenfrei.</p>
<p>Veranstaltet von der Gruppe Georg Elser und dem AStA-Referat für politische Bildung.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/gruppegeorgelser.wordpress.com/251/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/gruppegeorgelser.wordpress.com/251/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/gruppegeorgelser.wordpress.com/251/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/gruppegeorgelser.wordpress.com/251/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/gruppegeorgelser.wordpress.com/251/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/gruppegeorgelser.wordpress.com/251/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/gruppegeorgelser.wordpress.com/251/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/gruppegeorgelser.wordpress.com/251/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/gruppegeorgelser.wordpress.com/251/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/gruppegeorgelser.wordpress.com/251/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/gruppegeorgelser.wordpress.com/251/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/gruppegeorgelser.wordpress.com/251/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/gruppegeorgelser.wordpress.com/251/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/gruppegeorgelser.wordpress.com/251/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=gruppegeorgelser.wordpress.com&amp;blog=5870891&amp;post=251&amp;subd=gruppegeorgelser&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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